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Studie: Beschäftigte dauerhaft unter Druck

In den letzten drei Jahren hat der Stress am Arbeitsplatz zugenommen. Die Ansprüche von Kunden und die Verantwortung steigen - auf weniger Schultern verteilt. Das belegt eine repräsentative Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Nutzen Sie die Möglichketien der Gesundheitsförderung im Betrieb und motivieren Sie Ihre Mitarbeiter.
In 84% der deutschen Betriebe arbeiten die Beschäftigten dauerhaft unter hohem Zeit- und Leistungsdruck. Davon betroffen sind durchschnittlich 43 % der Belegschaften. Dass der Druck in den letzten drei Jahren gestiegen ist, bestätigen 79 %der befragten Betriebsräte.

Faktoren, die Stress bei der Arbeit fördern:
* eine zu enge Personaldecke (84 %)
* hohe Eigenverantwortlichkeit (79 %)
* Abhängigkeit von Kundenvorgaben (75 %)

Immer mehr Beschäftigte werden nach ihrem Einsatz beurteilt.

Dazu gehören
* Umsatz- und Renditezahlen als Maß der Leistung (58 %),
* Arbeitszeiten von mehr als neun Stunden täglich (37 %).

In vielen Unternehmen haben sich die Organisationsformen geändert. Die Hierarchien sind flacher geworden. Das bedeutet auf der anderen Seite, dass jeder mehr Verantwortung für das Erreichen der Ziele hat. Gleichzeitig rücken Kundenvorgaben stärker in den Mittelpunkt. Sie bestimmen auch immer öfter den Arbeitsrhythmus.

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat 1.700 Betriebsräte zwischen September 2008 und Januar 2009 befragt. Die teilnehmenden Unternehmen haben mehr als 20 Beschäftigte und einen Betriebsrat. Die Befragung gibt einen weitreichenden Einblick in die Arbeitsbedingungen. Denn 12 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in Betrieben der ausgewählten Größe.

Die Befragung fand kurz nach Beginn der Wirtschaftskrise statt. Die anhaltende Krise dürfte die Situation noch weiter verschärfen. Es ist mit weiteren Entlassungen zu rechnen. Noch weniger Personen müssen dann die Arbeit bewältigen, während die Unsicherheit um den eigenen Arbeitsplatz weiter steigt.

www.haufe.de/steuern



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